Studien und Statements

Das Büro für Atomsicherheit erstellt Studien zu aktuellen Themen aus dem Bereich der Atomkraft. Diese veröffentlicht das Büro ebenso wie Statements zu einzelnen Themenbereichen aus Strahlenschutz, Entsorgung und Kernkraft.

 

Im folgenden finden Sie Statements und Studien zu:

 

 

Spiegel-Bericht zu ungesteuerter Kettenreaktion

Kann es bei einem Leck im Dampferzeuger-Heizrohrleck zu einer ungesteuerten Kettenreaktion in Reaktoren kommen? Darüber berichtet der Spiegel - zum Teil allerdings fehlerhaft.

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Integration erneuerbarer Energien in den Strommarkt

Elektrizitätswirtschaft und Teile der Politik fordern, die
Strom­erzeu­gung aus erneuerbaren Energien vollständig in den Strommarkt
zu integrieren und einen sog. Kapazitätsmarkt zur Erhaltung der Sicherheit
der Stromversorgung einzurichten. Die Stellungnahme von Dr. Eike Schwarz vom Büro für Atomsicherheit zeigt: Beide Maßnahmen würden Windkraft- und
PV-Anlagen grundsätzlich gegenüber konventionellen
Kraftwerken benachteiligen und dadurch die Erreichbarkeit der Ziele der
Energiewende gefährden.

Integration erneuerbarer Energien in den Strommarkt
Eike Schwarz_Integration-EE.pdf
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Studie zum Kernkraftwerk Gundremmingen

Das Kernkraftwerk Gundremmingen ist die letzte Siedewasserreaktoranlage, die in Deutschland noch in Betrieb ist. Die aktuelle Studie untersucht die Risiken des Betriebs vor dem Hintergrund einer beantragten Leistungserhöhung um 160 MW (Megawatt) pro Reaktorblock. Die Studie zeigt: Die Anlage entspricht in sicherheitstechnisch entscheidenden Bereichen nicht den Anforderungen des Standes von Wissenschaft und Technik. Dies betrifft u.a. den Reaktordruckbehälter, die Notkühlsysteme, den Schutz gegen das größte anzunehmende Erdbeben, den Hochwasserschutz und die Lagerung von abgebrannten Brennlementen im Brennelementelagerbecken. Danach ist im Ergebnis eine Genehmigung der Leistungserhöhung weder technisch zu rechtfertigen noch nach dem Atomgesetz rechtlich zulässig.

Studie zum Kernkraftwerk Gundremmingen
Studie-Gundremmingen-2013-11-12.pdf
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Stellungnahme zur Atomgesetznovelle, Umweltausschuss, 8. Juni 2011

Der Gesetzesentwurf, den die CDU/FDP-Regierung vorgelegt hat, ist verfassungsrechtlich anfechtbar. Es besteht ein hohes Risiko, dass das Gesetz mit der vorliegenden Begründung vom Bundesverfassungsgericht auf Antrag wegen Verstoßes gegen Art. 3 des Grundgesetzes für verfassungswidrig erklärt wird. Im Gesetzentwurf sind zentrale überfällige Regelungen nicht enthalten.

 

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Bewertung des RSK-Stresstests für deutsche Kernkraftwerke

Nach dem Beschluss des Bundestages vom 17.03.2011 wurde die deutsche Bundesregierung aufgefordert, eine neue Risikoanalyse aller deutschen Kernkraftwerke vorzulegen.

 

Das Büro für Atomsicherheit hat das Untersuchungsprogramm für der Reaktorsicherheitskommission (RSK)  und den von der Reaktorsicherheitskommission durchgeführten "Stresstest" für Kernkraftwerke bewertet.

 

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Stellungnahme: Sicherheitstechnische Bewertung des Kernkraftwerks Neckarwestheim I

Das Kernkraftwerk Neckarwestheim I (GKN I) ist das erste Kraftwerk, das von der Laufzeitverlängerung der CDU-FDP-Regierung profitiert. Die Studie des Büros für Atomsicherheit bewertet  im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die Sicherheitstechnik des zweitältesten deutschen Kernkraftwerks.

 

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Studie: Grenzen und Sicherheitsrisiken des Lastfolgebetriebs von Kernkraftwerken

Wind- und Solarstrom sollen zunehmend in die Stromnetze eingespeist werden. Die Folge: Kernkraftwerke müssen ihre Produktion weit häufiger als bisher an die aktuelle Situation anpassen und "herauf bzw. herunter geregelt" werden. Die Studie untersucht, welche Auswirkungen dies auf die Sicherheit der Kernkraftwerke hat.

 

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Studie: Technische und rechtliche Bewertung der Laufzeitverlängerung

Die vorliegende Studie stellt den Zusammenhang dar zwischen dem Nachrüstungsprogramm der Bundesregierung und der Änderung der Sicherheitsmaßstäbe durch die 12. Atomgesetznovelle, die zusammen mit dem Gesetz über die Laufzeitverlängerung am 1. Januar 2011 in Kraft getreten ist. Nach den Ergebnissen der Studie ergänzen sich das Nachrüstungsprogramm und die neue Regelung des § 7 d des Atomgesetzes. In der atomrechtlichen Praxis führen sie zu einer Zulassung des Weiterbetriebs der Kernkraftwerke ohne dass zuvor eine Sicherheitsüberprüfung nach Stand von Wissenschaft und Technik erfolgt und ohne dass eine grundlegende Nachrüstung in vertretbaren Fristen angeordnet wird. Zugleich werden die Sicherheitsmaßstäbe abgesenkt, um den Weiterbetrieb ohne die erforderlichen Nachrüstungen legitimieren zu können. Die Absenkung der Sichermaßstäbe durch den neu eingeführten § 7 d erweist sich nach den Ergebnissen der Studie als verfassungswidrig.

 

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Statement: Der Bluff mit den "harten Nachrüstungsauflagen" (Sept. 2010)

 Mitte September wurden die Gesetzesentwürfe zur Laufzeitverlängerung bekannt. Was der Bundesumweltminister Röttgen als Revolution an zusätzlicher Sicherheit verkauft, bedeutet tatsächlich ein beträchtliches Minus an Sicherheit. 

 

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Studie: Risiken alter Atomkraftwerke

Kein deutsches Kernkraftwerk entpricht den Sicherheitsanforderungen, die bereits 1994 von der CDU/FDP Mehrheit im deutschen Bundestag im Atomgesetz festgelegt wurden. Alle Kernkraftwerke in Deutschland sind darüber hinaus von Alterungsproblemen betroffen, die die Sicherheit weiter vermindern. Die acht ältesten deutschen Atomkraftwerke zeigen jedoch weit deutlichere Alterungserscheinungen. Sie sind auch technisch konzeptionell so veraltet , dass ihr Betrieb mit wesentlich höheren Risiken verbunden ist als der neuerer Kernkraftwerke. Sie tragen deshalb weit überproportional zum kerntechnischen Gesamtrisiko in Deutschland bei. Das heute zu fordernde Sicherheitsniveau werden diese Anlagen auch mit Nachrüstungen nicht erreichen. Das zeigt die Studie, die das Büro für Atomsicherheit im Auftrag der GRÜNEN im Juni 2010 fertiggestellt hat.

 

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Sicherheitskriterien für Kernkraftwerke

Welches Maß an Sicherheit sollte man bei Atomkraft zu Grunde legen? Welches ist tolerierbar? Und welches Maß legt die derzeitige Bundesregierung an?

 

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Streitfall Kernenergie - Argumente in Thesen

Kann am Kernenergieausstieg trotz Klimaschutzproblematik festgehalten werden, oder ist deswegen eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke notwendig? Die Broschüre des Bundesumweltminsiteriums aus dem Jahr 2007 ist heute aktueller denn je. Autor Dr. Eike Schwarz arbeitet heute für das Büro für Atomsicherheit.

 

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Aktuell

Spiegel-Bericht zu ungesteuerter Kettenreaktion

Kann es bei einem Leck im Dampferzeuger-Heizrohr zu einer ungesteuerten Kettenreaktion in Reaktoren kommen? Darüber berichtet der Spiegel - zum Teil allerdings fehlerhaft.

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