Das Büro für Atomsicherheit

 

Unsere Herausforderung: Sicherheitsfragen sind gesellschaftliche Fragen 

 

Der Betrieb von Atomkraftwerken ist mit einem grundsätzlichen Risiko verbunden, das deutlich über dem Risiko anderer großer Industrieanlagen liegt: Menschliches oder technisches Versagen kann zu lang anhaltenden katastrophalen Auswirkungen für Menschen und Umwelt führen.

 

Wann ist ein Atomkraftwerk sicher? Weder Ingenieure noch Juristen sind in der Lage, eine eindeutige Grenze zu definieren, ab der ein Atomkraftwerk sicher ist. Vielmehr muss die Gesellschaft eine Entscheidung treffen, welche Risiken sie tolerieren will.  Deshalb ist es notwendig, dass Risikofragen und Sicherheitsmaßnahmen nicht nur in Expertenkreisen, sondern öffentlich in der Bevölkerung und in der Politik erörtert werden.

 

 

Unser Ziel

 

Das Büro für Atomsicherheit sieht seine Aufgabe darin, offene Fragen bei der Sicherheit von Atomkraftwerken zu thematisieren und nachvollziehbar darzustellen.

Es will damit eine Plattform sein, auf der Expertenwissen zur nuklearen Sicherheit für eine fachlich qualifizierte Diskussion nutzbar gemacht wird, so dass diese Sicherheitsfragen in Parlamenten, in den Medien und in der Öffentlichkeit offen und informiert diskutiert werden können.

Diese Aufgabe erfordert Kompetenz, Transparenz und Kommunikation. Das Büro für Atomsicherheit versteht sich als Anlaufstelle und Knotenpunkt für eine Zusammenarbeit von Experten aus Behörden, aus Sachverständigenorganisationen und aus der Wissenschaft.

 

Unsere Organisation


Geleitet wird das Büro von Wolfgang Renneberg, Professor am Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften an der Universität für Bodenkultur Wien und Ministerialdirektor a.D.. Wolfgang Renneberg, Diplom-Physiker und Volljurist, hat mehr als 20 Jahre in der deutschen Atomaufsicht gearbeitet. Von November 1998 bis November 2009 war er Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und Entsorgung des Bundesumweltministeriums. 

 

Unterstützt wird das Büro durch Dr.-Ing. Eike Schwarz, Diplom-Physiker und Leitender Ministerialrat a.D.. Er war ab 1971 im Bundesforschungsministerium tätig, von 1983 bis 2002 im Wirtschaftsministerium NRW. Er ist Verfasser zahlreicher Strategiepapiere, u.a. "Bericht der Landesregierung NRW zur Umsteuerung auf eine Energieversorgung ohne Kernkraft" (1987) und "Streitfall Kernenergie" (2007).

 

Das Büro finanziert sich aus Einnahmen von Projekt- und Beratungsaufträgen, die durch die Unternehmensgesellschaft "Renneberg Consult UG (haftungsbeschränkt)" abgerechnet wird. Eine Abhängigkeit von einzelnen Auftraggebern besteht nicht.

 

 

Aktuell

Spiegel-Bericht zu ungesteuerter Kettenreaktion

Kann es bei einem Leck im Dampferzeuger-Heizrohr zu einer ungesteuerten Kettenreaktion in Reaktoren kommen? Darüber berichtet der Spiegel - zum Teil allerdings fehlerhaft.

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